Welches Öl zum Braten mit dem Teppanyaki?

Welches Öl zum Braten mit dem Teppanyaki 2

Der Teppanyaki erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Wer die asiatische Küche liebt und schätzt, für den führt an der erhitzbaren Stahlplatte kein Weg vorbei. Gemüse, Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte – der Teppanyaki stellt mit seiner schonenden und nahezu fettfreien Zubereitung Pfanne und Co. in den Schatten. Die kurze Garzeit gewährleistet, dass Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben. Ein weiterer Vorteil: du brätst nahezu fett- bzw. ölfrei, denn für die optimale Zubereitung der Speisen benötigst du nur eine geringe Menge an Öl.

 

Was allerdings beim Braten mit dem Teppanyaki eine Rolle spielt, ist die Wahl des Öls.

Welches Öl zum Braten: ein kurzer Überblick

Öl ist nicht gleich Öl – vor allem, wenn es um das Braten mit dem Teppanyaki geht. Nicht alle Öle sind für die Zubereitung von Speisen bei hohen Temperaturen geeignet. Im schlimmsten Fall können bei der Verwendung des falschen Öls sogar krebserregende Stoffe freigesetzt werden.

 

Generell gilt daher: Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren solltest du für das Braten auf dem Teppanyaki nicht verwenden, denn sie oxidieren schnell. Viele native Speiseöle zersetzen sich bei rund 120 Grad. Dazu zählen Lein- und Kürbiskernöl, Distelöl sowie Erdnuss- und Walnussöl. Natives Rapsöl besitzt hingegen einen vergleichsweise hohen Gehalt an Ölsäure und ist daher hitzebeständiger als andere kalt gepresste Öle.

 

Oliven- und Rapsöl sind beim Grillen mit Vorsicht zu genießen. Sie eignen sich für Shrimps, Gemüse oder Fisch – also Speisen, die lediglich eine kurze Grillzeit benötigen. Andernfalls solltest du von deren Verwendung absehen. Sojaöl erweist sich meist als gute Wahl, um auf dem Teppanyaki zu grillen. Das Öl aus der Sojabohne ist – anders als oftmals vermutet – nicht nur auf die asiatische Küche beschränkt, sondern findet sich als Zutat in Salatölen, Backfetten und in Margarine wieder.

 

Um Teppanyaki-Gerichte zuzubereiten, solltest du Öle verwenden, die mit hohen Temperaturen zurechtkommen. Dazu zählen insbesondere raffinierte Öle, die aufgrund ihres Herstellungsprozesses gesättigte Fettsäuren enthalten. Gesättigte Fettsäuren sind hitzestabiler, die Öle besitzen deshalb einen höheren Rauchpunkt und eignen sich auch für scharfes Anbraten.

Im Handel ebenfalls erhältlich sind sogenannte High-Oleic-Öle, die über einen höheren Ölsäureanteil verfügen. Die speziell gezüchteten, kalt gepressten Ölsorten kommen mit Temperaturen über 200 Grad zurecht. Der Vorteil solcher High-Oleic-Öle liegt in deren Herstellung. Sie werden kalt gepresst und im Anschluss mit Wasserdampf behandelt. Daher enthalten sie noch immer Farb- und Aromastoffe. Andere, auf diese Weise behandelte Öle und Fette sind Palmöl, Kokosfett und raffiniertes Palmkernfett. Sie sind ebenfalls hitzebeständig, aber aus gesundheitlicher Perspektive nicht unbedingt zu empfehlen.

Die heiße Platte verlangt viel vom Öl

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Kochen, braten und grillen: der Unterschied zwischen raffinierten und kalt gepressten Ölen

Welche Öle sich für die Zubereitung bestimmter Speisen eignen, hängt von ihren Eigenschaften und ihrer Herstellung ab. Da beim Braten mit dem Teppanyaki bisweilen hohe Temperaturen entstehen, solltest du unbedingt auf das richtige Öl zurückgreifen. Überdies vermeidest du dadurch eine unter Umständen aufwendige Reinigung der Edelstahlplatte. Die Unterscheidung zwischen raffinierten und unraffinierten Ölen ist hierbei elementar.

Die Herstellung raffinierter Öle erfolgt unter Einsatz von Hitze und Chemikalien. Das Öl wird durch die Verwendung von Hexan oder Leichtbenzin gepresst. Anschließend „raffinieren“ die Hersteller das Öl, indem sie es über mehrere Stunden erhitzen. Dieser Vorgang befreit die Öle von chemischen Stoffen, allerdings auch von wichtigen Nährstoffen und ungesättigten Fettsäuren. Sie sind damit zwar nicht gesundheitsschädlich, aber auch nicht so gesund wie ihre kalt gepressten Verwandten.

Raffinierte Öle sind nahezu geruchs- und geschmacksneutral. Demzufolge sind sie vorwiegend für Speisen bestimmt, bei denen ein Eigengeschmack des Öls nicht gewünscht ist. Aufgrund ihrer hellgelben Farbe verändern sie das Erscheinungsbild eines Gerichts nicht. Solche Öle sind grundsätzlich für das Braten auf dem Teppanyaki geeignet.

Native Öle hingegen verfügen über eine eher intensive Farbe und ein starkes Aroma. Kalt gepresste Öle werden – wie der Name impliziert – unter Hinzunahme geringer Temperaturen und ohne die Verwendung von Begleitstoffen gewonnen. Die schonende Aufbereitung konserviert wichtige Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Aufgrund ihres intensiven Geschmacks sind sie besonders dann geeignet, wenn Gerichte ein ausgeprägtes Aroma erhalten sollen.

Warum sind raffinierte Öle die bessere Wahl zum Braten auf dem Teppanyaki?

Grundsätzlich spielen zwei Faktoren bei der Wahl des passenden Öls eine wichtige Rolle: dazu gehört einerseits der Gehalt an Fettsäuren, andererseits der Rauchpunkt. Je höher der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren eines Öls ist, desto weniger eignet es sich zum Kochen oder Braten auf dem Teppanyaki. Zudem liegt der Rauchpunkt bei unraffinierten Ölen niedriger als bei raffinierten. Je niedriger der Rauchpunkt ist, desto schneller fängt das Öl während des Bratens an zu qualmen – und das solltest du unbedingt vermeiden. Für das kurze Anbraten oder Kochen bei moderaten Temperaturen kannst du jedoch bestimmte kalt gepresste Pflanzenöle verwenden, sofern sie einen hohen Ölsäuregehalt besitzen. Dazu zählen Oliven- oder Rapsöle. Allerdings solltest du berücksichtigen, dass sie den Geschmack der Speise beeinflussen.

 

Raffinierte Öle kannst du in der Regel bedenkenlos erhitzen, ohne dass krebserregende Stoffe freigesetzt werden. Sollen Gerichte auf dem Teppanyaki scharf angebraten werden, ist es daher wichtig, ein Öl mit hohem Rauchpunkt zu wählen. Sie eignen sich für das Braten besser.

 

Wichtig: Sobald du eine Rauchentwicklung erkennen kannst, solltest du weder das Öl noch die darin zubereitete Speise verzehren. Die ungesättigten Fettsäuren beginnen dann nämlich zu oxidieren und zerstören die für den Menschen so wichtigen Nährstoffe, mehr noch: es werden krebserregende Stoffe freigesetzt.

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Dampf wie am Bild ist normal – Ölrauch sollte aber unbedingt vermieden werden!

Welche Kriterien bei der Wahl des Öls noch wichtig sind: Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt

Du weißt mittlerweile: Um Gerichte mit dem Teppanyaki schmackhaft und gesund zuzubereiten, ist das richtige Öl entscheidend. Neben der Erhitzbarkeit sind die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit weitere wichtige Kriterien.

Olivenöl – eine Besonderheit unter den Ölen: welches Olivenöl zum Braten?

Olivenöl verfügt im Vergleich zu anderen Speiseölen über einige Besonderheiten. Kaltgepresstes Olivenöl ist bis zu 180 Grad hitzestabil und eignet sich daher besser zum schonenden Braten bei mittleren Temperaturen. Es besteht aus rund zwanzig Prozent gesättigten Fettsäuren und zu etwa fünfundsiebzig Prozent aus der einfach gesättigten Ölsäure. Seine Vielseitigkeit macht das relativ teure Öl zu den wichtigsten Speiseölen in der Küche. Der einzigartige Geschmack verleiht Gerichten eine individuelle Note.

 

Olivenöl ist äußerst gehaltvoll. Es ist reich an Vitamin E und besitzt durch die enthaltene Ölsäure entzündungshemmende Eigenschaften. Weitere antioxidative Verbindungen des Öls besitzen ebenfalls entzündungshemmende Wirkungen. Zusätzlich kann Olivenöl dazu beitragen, Fettleibigkeit und Diabetes vorzubeugen.

 

Welches Olivenöl zum Braten geeignet ist:

Über die Verwendung von Olivenöl existieren viele gegenteilige Meinungen. Die gute Nachricht: du kannst Olivenöl zum Anbraten bei moderaten Temperaturen verwenden. Möchtest du allerdings scharf anbraten, ist natives Olivenöl nicht die passende Wahl. Für hohe Temperaturen eignet sich raffiniertes Olivenöl besser. Sein Rauchpunkt liegt bei über 200 Grad.

Kaltgepresstes Olivenöl

Hitzebeständigkeit
3/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
3.5/5

Raffiniertes Olivenöl

Hitzebeständigkeit
3.8/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
1/5

Sonnenblumenöl

Der milde Geschmack macht es zu einem echten Alleskönner: das Sonnenblumenöl. Die raffinierte Variante eignet sich für Temperaturen bis zu 210 Grad, unraffiniert hingegen lediglich bis 107 Grad. Zum Braten solltest du dementsprechend auf das raffinierte Sonnenblumenöl zurückgreifen. Zum Frittieren wird meist die sogenannte High-Oleic-Sorte aufgrund ihrer Hitzestabilität eingesetzt.

Kaltgepresstes Sonnenblumenöl

Hitzebeständigkeit
0/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
3/5

Raffiniertes Sonnenblumenöl

Hitzebeständigkeit
4/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
1/5

High-Oleic Sonnenblumenöl

Hitzebeständigkeit
5/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
0/5

Avocadoöl

Avocadoöl ist ernährungsphysiologisch dem Olivenöl ähnlich. Es kann entzündungshemmende und antioxidative Wirkung besitzen. Aufgrund des hohen Anteils an Ölsäure zeigt es sich unter anderem bei Herzproblemen vorteilhaft. Studien haben gezeigt, dass die im Avocadoöl enthaltenen Verbindungen den Blutdruck senken und Cholesterinwerte verbessern können. Es kann sogar bei der Therapie entzündlicher Gelenkerkrankungen unterstützen und die Zellen vor freien Radikalen schützen.

 

Avocadoöl besitzt einen hohen Rauchpunkt (ca. 270 Grad) und eignet sich deshalb auch für das Braten mit großer Hitze.

Avocadoöl

Hitzebeständigkeit
5/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
1/5

Sesamöl

Sesamöl besitzt mit Sesamol und Sesaminol wichtige Antioxidantien, die sich positiv auf den Verlauf bestimmter Krankheiten wie Parkinson oder Diabetes auswirken.

 

Der Rauchpunkt von hellem, ungeröstetem Sesamöl liegt bei etwa 210 Grad. Damit eignet sich das Öl gut zum Anbraten. Durch seinen nussig-milden Geschmack kann es für die Zubereitung zahlreicher Gerichte verwendet werden. Sesamöl ist vorwiegend in der asiatischen und orientalischen Küche ein weitverbreitetes Speiseöl. Während ungeröstetes Sesamöl sich zum Kochen und Braten eignet, ist geröstetes Sesamöl eher zum Verfeinern gedacht.

Ungeröstetes Sesamöl

Hitzebeständigkeit
4/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
3.5/5

Geröstetes Sesamöl

Hitzebeständigkeit
1/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
4.5/5

Distelöl

Distelöl enthält einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und kann sich positiv auf die Behandlung von Blutzucker, den Cholesterinspiegel und entzündliche Prozesse im Körper auswirken. Durch seinen neutralen Geschmack ist es zum Braten und zum Grillen bei moderaten Temperaturen geeignet, aber auch für die Zubereitung von Marinaden und Soßen.

 

Raffiniertes Distelöl kann zwar zum Braten verwendet werden, dennoch solltest du darauf achten, dass die Temperatur von 200 Grad nicht überschritten wird.

Raffiniertes Distelöl

Hitzebeständigkeit
3/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
1/5

Nur Dampf – das richtige Öl qualmt nicht

Welches Öl zum Braten mit dem Teppanyaki 5

Kokosfett

Natives Kokosfett besitzt einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren und erreicht seinen Rauchpunkt bei knapp 195 Grad. Hauptsächliche Verwendung findet es in der Süßwarenindustrie, in der Küche wird es in der Regel zum Backen und Braten verwendet. Natives Kokosfett solltest du nur beim Braten mit moderaten Temperaturen verwenden.

 

Denn: raffiniertes Kokosfett gilt es zu vermeiden, da während des Herstellungsprozesses Transfettsäuren entstehen, die den Cholesterinspiegel negativ beeinflussen.

Natives Kokosfett

Hitzebeständigkeit
2.8/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
2/5

Raffiniertes Kokosfett

Hitzebeständigkeit
5/5

Aus gesundheitlichen Gründen nicht empfohlen!

Erdnussöl

Erdnussöl gehört zu den essenziellen Ölen der asiatischen Küche, denn sein hoher Rauchpunkt von rund 230 Grad macht es ideal zum scharfen Anbraten. Es kann aber ebenso für die Zubereitung kalter Speisen verwendet werden. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass dein Essen eine klare Erdnussnote erhält.

 

Erdnussöl besitzt darüber hinaus einen großen Mehrwert für die Gesundheit. Es ist reich an Vitamin E und enthält außerdem die Vitamine B1, D und K. Das nussige Öl unterstützt den Körper bei der Bekämpfung entzündlicher Prozesse und wirkt sich vorteilhaft auf Blutdruck und Cholesterinwerte aus.

Erdnussöl

Hitzebeständigkeit
4.7/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
4.5/5

Sojaöl

Das milde und nahezu geschmacksneutrale Sojaöl gehört zu den in Asien am meisten verwendeten Speiseölen. Mit seinem hohen Rauchpunkt eignet es sich ausgezeichnet zum scharfen Anbraten und kommt deshalb in der asiatischen Küche häufig zum Einsatz. Sojaöl wird erst mit der Raffination ein genießbares Speiseöl, zuvor enthält es Inhaltsstoffe, die für den menschlichen Organismus schädlich sein können.

 

Das Öl besteht aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie den wichtigen Antioxidantien Vitamin E und K. Neben der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen profitiert auch der Cholesterinspiegel vom gesundheitlichen Mehrwert des Öls.

Sojaöl

Hitzebeständigkeit
4.7/5
Eigengeschmack (o-keine/5-stark)
0.5/5

Welches Öl zum Braten nicht verwendet werden sollte

Nicht jedes Öl eignet sich für das Kochen oder Braten mit großer Hitze. Dazu zählen unter anderem die folgenden Öle:

 

– Leinöl: Obwohl es reich an der ungesättigten Fettsäure Alpha-Linolensäure ist, besitzt das Öl einen niedrigen Rauchpunkt. Daher eignet es sich am besten für die Verfeinerung kalter Speisen.

 

– Walnussöl: Das Öl ist reich an Alpha-Linolensäure und besitzt entzündungshemmende Wirkung. Außerdem unterstützt es bei der Vorbeugung von Krebs. Wegen seines niedrigen Rauchpunktes eignet es sich besser für die Verfeinerung kalter Speisen.

 

Ferner gibt es weitere Öle, auf die du beim Braten mit dem Teppanyaki verzichten solltest. Hier spielt nicht nur der Rauchpunkt eine Rolle, sondern auch die Auswirkungen auf die Umwelt und deine Gesundheit.

Welches Öl zum Braten mit dem Teppanyaki 6

Hier sollte man ein Öl mit höherem Rauchpunkt wählen

Auswirkungen auf die Umwelt

Die Produktion von Speiseölen hat bekanntlich Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Deshalb ist es wichtig, beim Einkauf auf Nachhaltigkeit zu achten. Vor allem bei Palmfett ist der verantwortungsvolle Verzehr wichtig.

Palmfett oder Palmöl ist in unzähligen Fertigprodukten aus dem Supermarkt enthalten. Es gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der Welt und bildet die Lebensgrundlage vieler, meist ärmerer Menschen. Um den riesigen Bedarf zu decken, werden zahlreiche Hektar Regenwald täglich gerodet. Langfristige Folgen sind ökologische Probleme und soziale Missstände. Die Rodungen verkleinern den Regenwald zusehends und berauben Mensch und Tier ihrer Lebensräume. Von den Rodungen sind zudem Torfmoorwälder betroffen, deren torfhaltige Böden dem Anbau von Ölpalmen dienen. Allerdings bewirkt die Trockenlegung der Torfböden die Freisetzung der für die Umwelt so schädlichen Treibhausgase.

Ein Umstieg auf Soja- oder Kokosöl wäre zwar eine Möglichkeit, aber auf lange Sicht weniger effizient. Der Grund: Für deren Anbau würde noch mehr Fläche benötigt werden als durch die Plantagen mit Ölpalmen.

Sowohl auf die Verwendung von Kokosfett als auch Palmöl solltest du zum einen aus den oben genannten Gründen verzichten, zum anderen aber auch aufgrund der langen Transportwege. Und selbst aus gesundheitlicher Sicht empfiehlt sich der Einsatz wegen der starken Verarbeitung nicht.

Fazit

Für die Zubereitung von Teppanyaki eignen sich kalt gepresste Öle weniger gut, denn sie kommen mit den teilweise hohen Temperaturen des Grills nicht zurecht. Verwendest du das falsche Öl, gestaltet sich die Säuberung des Teppanyaki wegen der Rückstände anschließend schwieriger.

 

Viele Köche sprechen sich deshalb für die Verwendung von Sojaöl beim Braten mit dem Teppanyaki aus, denn es ist hitzebeständig, besitzt keinen starken Eigengeschmack und ist gesundheitlich wenig bedenklich.

Bei der Verwendung vom richtigen Öl ist die Reinigung so einfach

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Wir wünschen Dir viel Spaß mit dem Teppanyaki!

Plancha grillen

Plancha grillen

Da Teppanyaki und Plancha grillen sehr ähnlich sind, bekommen wir immer wieder Fragen zu Planchas. Um diese Fragen zu beantworten haben wir diesen Infobeitrag für Euch zusammengestellt. 

Grundsätzlich lässt sich festhalten: alle Gerichte, die man mit einer Plancha zubereiten kann, sind auch ohne Weiteres mit dem Teppanyaki möglich. An dem Teppanyaki ist generell weniger Öl oder Fett erforderlich. 

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Lesen!

Inhaltsverzeichnis

Mit der Plancha grillen - herzhafte und süße Köstlichkeiten wie in Spanien

Ein immer beliebterer Trend in der Grillszene ist die Plancha Grillplatte oder der Plancha Grill. Aus gutem Grund erobert die heiße Platte die Herzen der Grillfreunde im Sturm. Eine Plancha ist vielseitig und kann weit mehr als ein üblicher Grill. Sie eignet sich perfekt für kreative Griller. Gleichgültig ob In- oder Outdoor, mit einer Plancha Grillplatte zauberst Du in kürzester Zeit ein komplettes Menü für viele hungrige Esser. Von der Vorspeise über das Hauptgericht bis hin zum leckeren Dessert – die Performance der heißen Spanierin wird Deine Gäste begeistern. Doch wie genau funktioniert eine Plancha und worauf solltest Du vor dem Kauf achten?

Was ist eine Plancha?

Das spanische Wort “Plancha” heißt übersetzt “Eisen” oder auch “Platte”. Im 19. Jahrhundert erfunden, fand die Plancha ihren Weg von der iberischen Halbinsel über Frankreich bis in die Gärten und Küchen Deutschlands. Im Mittelmeerraum gilt das Grillen mit einer Grillplatte als eine der beliebtesten Grillmethoden. In der Regel besteht die – zwischen 6 und 20 mm – dicke Platte aus Gusseisen oder Stahl, es gibt sie aber auch aus emailliertem Gusseisen, Edelstahl oder Aluminium. Eine Plancha weist fast immer eine Umrandung auf und ist meist leicht angeschrägt, damit überschüssige Flüssigkeit gut abrinnen kann. Die Frontseite ist offen und mit einem Auffangbehälter oder einer Auffangrinne ausgestattet. So kannst Du das überschüssige Fett sowie die abrinnende Flüssigkeit sammeln und nach dem Grillen einfach entsorgen. Das Grillgut verteilst und wendest Du auf der heißen Platte am besten mit einer Spachtel, Spatel bzw. einer Spatula. Pfannenwender und Grillzangen aus Kunststoff sind aufgrund der hohen Temperatur eher ungeeignet. Natürlich kannst Du anstelle einer Spachtel auch eine Grillzange aus Edelstahl verwenden. Feuerfeste Handschuhe erleichtern Dir hier die Arbeit deutlich, da eine Plancha schnell Temperaturen von über 300 °C erreicht.

Funktionsweise und Besonderheiten einer Plancha Grillplatte

Das Grillen mit einer Plancha ist traditionsreich und kinderleicht. Das Geheimnis liegt in erster Linie in der hohen Temperatur. Heiß, heißer, Plancha! Die Spanier nutzen diese beliebte Grillmethode bereits seit Jahrzehnten, um bei kleinen und größeren Festen zahlreiche Gäste zu verköstigen. Im Handumdrehen bereiten sie mit der heißen Grillplatte geschmackvolle mediterrane Köstlichkeiten. Im Gegensatz zu einem Grillrost grillst Du mit einer Plancha indirekt auf einer geschlossenen großen Platte. Besonders kleines Grillgut kannst Du ohne weitere Hilfsmittel direkt zubereiten. Nichts rutscht durch den Rost und selbst zarte Zutaten, wie Fischfilets, Calamari, Bacon oder Omelette lassen sich auf einer guten Plancha perfekt braten. Du benötigst nur ganz wenig Öl und Deine Speisen sind in kürzester Zeit gar. Dadurch bleiben viele Vitamine und Nährstoffe erhalten, was das Grillen auf einer Plancha äußerst gesund macht. Die Speisen auf einer Grillplatte gelingen besonders aromatisch, da Du Dein Grillgut während des Garens mit Marinaden, Saucen, Gewürzen und Ölen übergießen kannst. Generell wird bei einer Plancha mit viel Flüssigkeit gearbeitet. Durch die geschlossene Platte tropft nichts auf die Glut und es entstehen keine ungesunden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe.

Kleiner Exkurs in die Physik: extreme Temperaturen sorgen für den besonderen Grillgenuss

Für das besonders knusprige und aromatische Ergebnis ohne Anbrennen sind in erster Linie zwei Vorgänge verantwortlich: der Leidenfrost und der Maillard Effekt.

 

Durch die starke Hitze auf der Plancha tanzt die zugesetzte Flüssigkeit perlförmig über die Oberfläche und lässt Dein Grillgut quasi über die Grillplatte schweben. Diese Schutzschicht sorgt dafür, dass nichts anbrennt und Du Deine Speisen trotzdem scharf anbraten kannst. Das als Leidenfrost-Effekt bekannte Phänomen der springenden Tropfen auf sehr heißen Platte wurde erstmals Mitte des 18. Jahrhunderts von Johann Leidenfrost beschrieben. Der unter den Flüssigkeitstropfen gefangene Dampf kann nur langsam entweichen, wodurch die Flüssigkeit über der heißen Oberfläche schwebt und nur nach und nach verdampft. Das Grillgut klebt darum auch nicht an der Platte fest, weil es sozusagen auf der Flüssigkeit dahingleitet. Neben dem Leidenfrost Effekt, findet auch die bekannte Maillard-Reaktion auf einer Plancha statt. Die chemische Reaktion verleiht Deinem Grillgut die leckere Kruste und die perfekte Bräunung. Ab bestimmten Temperaturen entstehen aus unterschiedlichen Aminosäuren und Zuckerverbindungen verschiedene Röstaromen. Das ist ein eigener chemischer Prozess und hat nichts mit Karamellisieren zu tun. Durch die große Hitze wird das Fleisch außen schön knusprig und bleibt innen besonders saftig. Aromen und Gewürze haften am Gegrillten, andererseits kann überschüssige Flüssigkeit gut abrinnen.

Paprika und Garnelen schmecken auch mit der Plancha zubereitet vorzüglich – wie auch mit dem Teppanyaki, siehe Bild

Plancha grillen 1

Eigener Plancha Grill oder eine Aufsatzplatte

Ein Plancha ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit, sodass er wahrscheinlich öfter zum Einsatz kommt, als ein herkömmlicher Grill. Ob es eine Plancha Aufsatzplatte für den bestehenden Grill oder ein eigener Plancha Grill sein soll, ist Geschmackssache. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Grillplatte in Form und Größe zum eigenen Grill passt und dieser auch genug Power besitzt, um die nötige Temperatur zu erreichen. Plancha Grills gibt es als Standgeräte, Grillwagen aber auch als Einbau- oder Tabletopgeräte.

 

Wer sich für einen Plancha Grill entscheidet, hat die Wahl zwischen

– Elektro oder Strom Plancha Grill und

– Gas Plancha Grill

 

Geschmacklich gibt es zwischen Gas- und Elektro-Plancha keinen Unterschied, da das Grillgut auf der geschlossenen Platte gegrillt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob Gas oder Strom die nötige Hitze erzeugt.

 

Elektrogeräte sind ideal für den Indoor-Betrieb und eignen sich auch für den Einsatz direkt am Esstisch. Natürlich kannst Du sie auch Outdoor verwenden. Die Geräte sind meist kompakter und etwas kleiner als ihre gasbetriebenen Pendants. Heizelemente unter der Grillplatte sorgen für die notwendige Hitze. Regulieren lässt sich die Temperatur bei den meisten Geräten stufenlos durch die angebrachten Einstellregler. Größere Geräte verfügen oftmals über zwei oder mehr Heizelemente, was das Nutzen unterschiedlicher Temperaturzonen erleichtert.

Bei einem Gas Plancha Grill übernimmt der Gasbrenner das Aufheizen. So stark sich die einzelnen Modelle auch in Ausführung und Qualität unterscheiden, eines ist allen gemeinsam. Du benötigst eine entsprechende Gasflasche. Da Gasflaschen meist etwas sperrig sind und nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden sollten, ist der Gasgrill eher für den Garten, die Terrasse oder den Balkon geeignet.

Wissenswertes über die Planche Grillplatte

Eine gute Plancha Grillplatte hält die Temperatur auch nach dem Auflegen des kalten Grillguts. Dementsprechend muss sie gut wärmeleitfähig und relativ dick sein. Traditionell sind Grillplatten aus Stahl oder Gusseisen, mittlerweile gibt es sie jedoch in unterschiedlichen Materialien. Je dicker die Platte, desto länger hält sich die Hitze. Allerdings wiegt eine große, dickere Platte auch schnell mal über 20 Kilogramm. In der Gastronomie werden gewiss andere Anforderungen gestellt als im Privatgebrauch. Für den Hausgebrauch reichen meist Grillplatten mit einer Stärke um die 6 bis 8 mm.

 

Gusseisen punktet mit seiner guten Wärmespeicherung, einer gleichmäßigen Hitzeverteilung und seiner Langlebigkeit. Bei emailliertem Gusseisen entfällt zudem der Vorgang des Einbrennens.

 

Ebenfalls ein guter Hitzespeicher ist Stahl. Da Stahl unter Sauerstoffeinwirkung jedoch rostet, müssen Grillplatten aus Stahl sorgfältig mit Speiseöl konserviert werden.

 

Grillplatten aus Edelstahl hingegen rosten nicht, gleichwohl verfärben sie sich unter großer Hitzeeinwirkung. Um das Anhaften von Grillgut zu vermeiden, muss bei Edelstahlplatten immer etwas Öl verwendet werden.

 

Zuletzt sind noch Grillplatten aus antihaftbeschichteten Aluminium zu nennen. Sie sind nur bedingt empfehlenswert, da sich Speiserückstände nur schlecht entfernen lassen.

Einbrennen und Reinigung: Was Du vor und nach dem Grillen mit einer Plancha beachten solltest

Wegen ihrer guten wärmeleitenden Eigenschaften zählen Grillplatten aus Stahl und Gusseisen zu den beliebtesten. Allerdings benötigen sie ein wenig Vorbereitung und Pflege, damit dem Grillvergnügen nichts im Wege steht. Stahlplatten sollten nach der Verwendung immer mit Speiseöl konserviert werden, damit sie nicht korrodieren. Platten aus echtem Gusseisen hingegen müssen vor dem ersten Grillen eingebrannt werden, bei Edelstahlvarianten entfällt diese Prozedur.

 

Einbrennen von Gusseisen: Die Plancha Platte aus Gusseisen soll eine Patina erhalten, um Oxidation und somit Rostbildung zu vermeiden. Gleichzeitig dient die Patina als Antihaftbeschichtung. Für das Einbrennen wird die Platte großzügig mit Öl bestrichen und am Grill stark erhitzt, bis sie sich schwarz färbt. Kartoffelschalen oder anderes Gemüse, das im Anschluss entsorgt wird, kann diesen Vorgang beschleunigen. Nach dem Einbrennen wird die Plancha ohne chemische Mittel gereinigt, dann ist sie einsatzbereit. Mit der Zeit bzw. mit jedem Ölanstrich verstärkt sich dieser Effekt und die Patina wird härter.

 

Reinigung: Die Reinigung einer Plancha aus Stahl oder Edelstahl ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Grill ein echtes Vergnügen. Hier kommt wieder der oben genannte Leidenfrost-Effekt ins Spiel. Indem Du auf die noch heiße Platte Wasser gießt, lösen sich alle Speiserückstände wie von Zauberhand. Anstelle von Wasser kannst Du auch Eiswürfel verwenden, was weniger Dampf verursacht. Mit der Spatula lassen sich die Reste einfach in den Auffangbehälter befördern. Nach dem Abkühlen lässt sich die Plancha mit einem Schwamm und Wasser vollständig säubern. Im Anschluss noch trockenreiben und gegebenenfalls mit etwas Speiseöl einreiben und voilà: Deine Plancha Grillplatte ist für den nächsten Einsatz bereit.

 

Vorsicht allerdings bei emaillierten oder gusseisernen Platten, hier funktioniert dieses Prinzip nicht. Zur Reinigung empfehlen sich im Handel erhältliche Spezialreiniger für Planchas oder allenfalls die Verwendung von Essig.

Abwechslungsreiche Grillideen und geselliges Beisammensein

Eine Plancha Grillplatte begeistert vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Mit einer Plancha kannst Du Deine Kreativität am Grill so richtig zum Ausdruck bringen und hast dennoch genug Zeit für Deine Gäste. Denn in geselliger Runde können alle beim Grillen auf der Plancha direkt zusehen. Es entsteht kein giftiger Rauch, der Freunde und Familie in die Flucht schlägt.

 

Herzhaft oder süß, alles ist möglich. Liebhaber der deftigen Kost werden die typischen Klassiker, wie ein leckeres Steak, Fisch, Meeresfrüchte, knackiges Gemüse mit Bratkartoffeln, Burger, Rühr- oder Spiegeleier begeistern. Die unterschiedlichen Temperaturzonen ermöglichen es verschiedene Speisen gleichzeitig zuzubereiten und zu servieren. Hast Du stattdessen Gusto auf etwas Süßes oder magst Du noch ein Dessert, ist vielleicht ein Pancake, eine Ananas oder anderes karamellisiertes Obst das Richtige. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

 

Bestreiche die Grillplatte zuerst dünn mit etwas Speiseöl und bring sie auf Temperatur, bevor Du Dein Grillgut verteilst. Keine Angst, wenn es beim Auflegen anfangs so richtig zischt. Der oben genannte Leidenfrost-Effekt tritt erst bei hohen Temperaturen auf. Damit die Speisen nicht zu dunkel werden, brätst Du Dein Grillgut erst scharf an und lässt es dann in einer kühleren Temperaturzone nachziehen. Auf der Grillplatte kann man nach Belieben mit verschiedenen Saucen und Marinaden experimentieren oder mit hochwertigen Ölen den Speisen das besondere Etwas verleihen.

 

Mit der Grillplatte lassen sich unterschiedlichste Köstlichkeiten gleichzeitig oder nacheinander grillen. Nicht nur die Spanier lieben Tapas, so ziemlich jeder mag kleine Vorspeisen. Gebratene Schalentiere, Schafkäse im Speckmantel, gefüllte Champignons oder dergleichen gelingen vorzüglich und können dank der geschlossenen Platte nicht durch den Rost fallen. Auch Gyros macht sich perfekt auf der heißen Platte. Frisches Weißbrot und leckere Knoblauchbutter passen perfekt zu Vor- und Hauptspeisen. Dazu knackige Salate und ein kühles Getränk.

Plancha grillen 2

Sehr vielfältige Gerichte sind mit der Plancha möglich – wie auch auf dem Teppanyaki siehe Bild

Selbst empfindliche Gerichte, wie Fisch, kleine Tintenfische, Spargel oder Spiegelei lassen sich mit etwas Übung auf einer Plancha rasch und einfach zubereiten. Überschüssiges Fett und Rückstände des Grillguts schiebst Du zwischen den einzelnen Gängen mit der Spachtel einfach in den Auffangbehälter. Die einfache Reinigung vermeidet unerwünschte Geschmacksübertragung.

Vielleicht willst Du Deine Gäste zum krönenden Abschluss noch mit einem schmackhaften Dessert überraschen. Karamellisierte Pfirsichhälften, Ananasscheiben oder ein leckerer Pfannkuchen mit Vanillesauce begeistern große und kleine Feinschmecker immer wieder aufs Neue.

Übrigens lassen sich die allermeisten Speisen, die Du auf einer Plancha grillen kannst, ebenso gut auf einem Teppanyaki zubereiten. Wir wünschen Dir auf jeden Fall viel Spaß mit allerlei abwechslungsreichen Grillvariationen.

Vorteile einer Plancha Grillplatte auf einen Blick

  • vielseitig einsetzbar für süße und herzhafte Speisen
  • je nach Modell In- und Outdoor verwendbar
  • optimal für kleines Grillgut, da nichts durch den Rost rutscht
  • keine weiteren Hilfsmittel (Spieß, Alufolie, Fischbräter o. ä.) nötig
  • Fett und Flüssigkeiten tropfen nicht auf die Glut
  • besonders aromatisches Grillergebnis
  • nach wenigen Minuten einsatzbereit
  • je nach Hersteller auch für größere Personengruppen geeignet
  • keine Rauchentwicklung
  • für geselliges Beisammensein
  • einfache Reinigung